Samstag, 30. Mai 2009
Romanhelden
Hin und wieder würde ich gerne in einem Buch leben. Dann würde ich vielleicht mein Leben auf die Reihe bekommen. Und wenn nicht, würde ich wenigstens etwas aufregendes erleben. Fliegen, zaubern, kämpfen, lieben, reisen...all diese Dinge, die ich gerne tun würde, aber nicht tue. Entweder weil ich es nicht kann oder weil ich es nicht kann mich aufzuraffen irgendwas davon zu lernen. Ich schaffe es nicht mal diese alltäglichen Kleinigkeiten zu erledigen. Ein bisschen mehr Struktur hier und da wäre nicht schlecht. Vielleicht könnte ich dann auch mal wieder spontan sein. Und hätte mehr Zeit. Jetzt gerade habe ich Unmengen an Zeit. Aber was nützt einem die Zeit in Gedanken, wenn das Gefühl bestimmt ist vom schlechten Gewissen? Und warum reicht ein schlechtes Gewissen nicht aus, um einen dazu zu bewegen, Dinge zu tun, die einem widerstreben? Was braucht es denn sonst? Drachen, Räuber, oder all die anderen dunklen Gestalten, die einen in die Enge treiben? Vielleicht ist der Größte aller Feinde doch nur der Buchdeckel, der sich so einfach zuschlagen lässt und die Geschichte beendet...
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